Novemberzauber
Kopie von Künstlerhand: Ölgemälde „Ruhendes Mädchen“ des französischen Rokoko-Malers François Boucher.

Paris hat über dieses Bild geredet. Eigentlich wollte François Boucher (1703–1770), Hofmaler Ludwig XV., sein Modell „Louison“ als Meerjungfrau auf einem großen Gemälde plantschen lassen. Dann hat jedoch der Meister des Rokoko die 14jährige Marie-Louise O’Murphy als Akt gemalt. Heute befindet sich das Original im Kölner Wallraf-Richartz-Museum, eine zweite Version in der Alten Pinakothek München.

Ob da Vincis „Mona Lisa“, Rembrandts „Nachtwache“, die „Seerosen“ des Impressionisten Monet oder Bouchers „Ruhendes Mädchen“ – selbst  für betuchte Kunstliebhaber hängen solche Gemälde in den Sternen. Entweder sind sie unerschwinglich oder unverkäuflich. Deshalb hat sich die Reinbeker Galerie v. Hobe darauf spezialisiert, klassische Meisterwerke anzubieten. Nicht als Druck, sondern fachgerecht kopiert nach Art des Originals von Spezialisten. Sie haben schulmäßig gelernt, an Akademien in aller Welt, Nachschöpfungen anzufertigen.

Mit geübtem Pinselstrich, dem Auge fürs Detail, Kenntnis von  Technik und Farbe malen sie Ölgemälde berühmter Maler.  Rund 7000 Motive stehen zur Wahl, auf Wunsch auch Ahnenbilder nach Vorlage. Die Galerie vertreibt die Gemälde zu moderaten Preisen. So kostet Renoirs „Blick auf Cagnes“, Öl auf belgischer Leinwand, 73 mal 63 cm, im zeitgemäßen Goldrahmen laut Internet 920 Euro (www.galerie-v-hobe.de). Mehr als 3500 Bilder sind mittlerweile an Privatkunden und Unternehmen, etwa Banken und Hotels, verkauft oder für öffentliche Einrichtungen gestiftet worden. Die  Stadt Aachen erhielt 2006 ein Gemälde Karls des Großen von Dürer.

Beispiele dieser aufwendig kopierten Meisterwerke zeigt die Galerie v. Hobe Jahr für Jahr bei der Ausstellung „Novemberzauber“ in Schloss Reinbek. Ein Rembrandt zu Weihnachten? Zwar nicht original, aber echt originell.

 

Ausweg für Kunstliebhaber führt nach Reinbek